Uni? Schon? was war denn in der Zwischenzeit?

Wie ihr vermutlich richtig am Titel dieser Unterseite oder an der Überschrift erkannt habt, hat das Studium bereits begonnen. Nun werden sich viele von euch vermutlich sehr wundern wie wir unsere Zeit bis jetzt verbracht haben. 
Eine berechtigte Fragen, könnten wir ja in der Zwischenzeit ein Drogenkartell in Bolivien eröffnet haben.

Der Bademeister, welcher nun täglich im Schweiße seines Angesichts Drogen synthetisiert, während ich als Mitreisender naja mitreise. Wir schlagen uns durch im Krieg der Kartelle, versuchen den Undercovercops zu entkommen und erleben manch eine Schießerei. Doch am Ende entkommen wir sogar aus dem Gefängnis, durch einen mit einem Plastiklöffel selbst gegrabenen Tunnel. Und während wir zusammen, Wüstenstaub in den Augen, dem Abendrot entgegenrennen und von Hunden verfolgt werden, denken wir an unsere Zeit in Neuseeland zurück. Ein flüchtiger Moment der Sehnsucht, welcher jedoch schnell verschwunden ist, als sich die Zähne des Polizeihundes in mein Wade bohren.

Doch all dies ist nie passiert. Es war alles nur erfunden (zumindest der größte Teil).

Doch was genau ist denn dann passiert?
Gute Frage. Langweilige Antwort.
Größtenteils Nichts.

Ende.


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Verarscht! Es geht doch weiter ^^.

Nach meiner Ankunft in Weimar hatte ich erstmal etwas Freitzeit. Wenn ich "etwas" Freizeit schreibe, dann meine ich sehr sehr viel Freizeit. Soooo viel Freizeit, dass ich letztendlich sogar ein Praktikum in Jena anfing.
Für 3 Monate. Als jemand der erst im letzten Jahr die Schule abgeschlossen hat eine enorme Zeitspanne.
Mehr als ich Zeit in meine Seminarfacharbeit oder Abiturprüfungen gesteckt habe. Wenn man es genau nimmt sogar mehr Zeit als ich in beides zusammen investiert habe. Und selbst dann sind die 3 Monate noch um ein vielfaches länger. Manch ein Erwachsener mag dies eventuell mit einem Lächeln abtuen. Zu gutem Recht. Leider werden 3 Monate trotzdem nicht kürzer wenn jemand einem sagt wie kurz sie doch wären...
Doch wie kam ich dazu in Jena bei einem Informatikunternehmen (hier als sourceDot bezeichnet) Praktikant zu werden. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Es war an sich alles ein großer Zufall. Um dies einmal zu verdeutlichen das Gespräch was zu meiner Stelle als Praktikant bei sourceDot führte:

Basti: Ähmmm Anton?
Anton: Ja?
Basti: Du hattest doch irgendwann mal gesagt, dass du ein Praktikum machen würdest oder?
Anton: Ja?
Basti: Bei uns gibt es eine Prämie, wenn man jemanden für ein Praktikum anwirbt. Wenn du willst können wir uns die teilen wenn du eins bei uns machst. Wie wärs?
Anton: Ja?
Basti: Cool.
Anton: Ja?

 

Ein komischer Dialog oder? Aber mit der Komik sei nun Schluss!
Und das ist auch gut so! Jetzt wird es nämlich ernst!
Um 6:15 aufstehen, Fahrrad fahren, Zug fahren, laufen, 8 Stunden arbeiten, laufen, Zug fahren, Fahrrad fahren, Schlafen!
Was wie Arbeit klingt war in Wirklichkeit allerdings... Arbeit... wer hätte damit gerechnet^^.
Doch wie war denn das Praktikum?
Hierzu ein Dialog aus meiner ersten Woche.


erfahrener Entwickler: ANTON!!!!
Anton: Ja?
erfahrener Entwickler: Du hast VERSCHISSEN!!!!!
Anton geschockt: ähhhh .... Ja?

Was sehr surreal klingt war es für mich in diesem Moment auch.
Es stellte sich allerdings als eine normale Begrüßungsform heraus. Zumindest wenn man etwas falsch gemacht hatte.

Doch was genau hatte ich überhaupt gemacht?
Ich habe keine Ahnung.  Vermutlich war das sogar das Problem...
Jedoch war das Praktikum in Jena sehr lehrreich.
Zwar war es mit sehr viel Anstrengung verbunden sich jeden Tag aufs neue aus dem Bett zu quälen, jedoch lernte ich sehr viel. Gut wenn man kein Vorwissen hat, dann ist es schwer bei einem Praktikum nichts zu lernen allerdings glaube ich hat mir das Praktikum nicht geschadet. Ich lernte die Grundlagen der objektorientierten Programmierung, sowie einiges über E-Commerce im heutigen Zeitalter des Internets. Für alle Unwissenden: "Wieso kaufen Menschen online bei machen Websites gerne aber bei anderen nicht?".
Eine recht triviale Frage an deren Antwort jedoch anscheinend sehr viele Unternehmen verzweifeln.
 
  Nachdem meine 3 Monate vorbei waren, wurde ich gefragt ob ich nicht Lust hätte mein Praktikum um 3 weitere Monate zu verlängern. Den folgenden Monat hatte ich jedoch bereits komplett verplant. Auch bei den nächsten zwei Monaten war ich noch sehr unsicher ob ich Lust darauf hätte 40 Stunden die Woche in Jena zu verbringen. 
Nach einer Beratung mit dem Ernährer stellte sich heraus ich solle doch einfach hoch pokern bezüglich des Gehaltes.
Dies tat ich auch, jedoch hatte ich nicht damit gerechnet, dass meine Forderungen akzeptiert würden werden.
So kam es also dazu, dass ich 2 weitere Monate in Jena verbracht.

Doch was passierte in dem Monat dazwischen?
Mein Anwalt hat mir leider verboten über Bolivien zu reden, jedoch kann ich zumindest meine Reise nach Portugal, sowie die zwei vollgeplantesten Wochen meines Lebens erwähnen.

Im Juli ging es also los. 2 Wochen Portugal.
Ein dringend nötiger Urlaub.
Zusammen mit meinen Geschwistern und meinen Ernährern machten wir uns auf den Weg nach Berlin.
Von dort aus flogen wir nach Porto. Eine Stadt vor allem bekannt für ihren Wein. Den Port-Wein,
Wer hätte es gedacht^^.

Was auf diesem Bild aussieht wie eine sehr enge Ansammlung von Häusern, dicht an dicht, auf einer Bergkette, beschreibt Porto sehr gut. 
Porto selbst liegt an einem Fluss, auf welchem der Portwein mit Booten transportiert wird.

Hier zu sehen, der vorher erwähnte Fluss, sowie Schiffe klassischer portugiesischer Art, welche jedoch nur Touristen übersetzten. 
Nach einer Woche, welche wir nutzten um Porto zu erkunden, ging es jedoch auch schon weiter nach Esmoriz.

Esmoriz für alle, denen es so geht wie mir als ich den Namen zum ersten Mal hörte, ist ein kleiner Badeort nur knapp eine Stunde von Porto mit der Bahn entfernt. Hier verbrachten wir einige sehr nette Tage und besuchten vor allem  einige umliegende Orte. Unter anderem besuchten wir Coimbra, eine alte Universitätsstadt. 

Insgesamt war es zwei sehr schöne Wochen. Anbei noch ein paar Fotos (für alle die dachten, dass es jetzt endlich genug wären tut es mir leid ^^).

So genug von Fotos! Zumindest für jetzt...
Was genau passierte nach Portugal?
Tja ehrlich gesagt, weiß ich es nicht mehr genau. 
Um meine zwei Wochen nach Portugal effizient zu nutzen hatte ich mich ein paar Mal verabredet.
Und wenn ich sage ein paar Mal, dann meine ich ein paar mal nicht...
Rückblickend glaube ich hatte ich 4 von 14 Tagen, welche ich alleine in Ruhe verbrachte.
Jedoch waren die anderen 10 Tage so anstrengend sie zusammen auch waren, einzeln alle super.
Von Überaschungsabifeiern, Geburtstagspartys, Übernachtungen über Lan-Partys war alles dabei.
Und es hat sich alles gelohnt!
Nach diesen zwei Wochen, war ich jedoch fast wieder froh eine feste Zeit zu haben, zu der ich zu Bett ging.
Denn mein Praktikum ging in die zweite Runde. Short storie short. Ich habe noch mehr gelernt und hatte auch sehr viel Spaß. Während dieser zwei Monate fing ich auch endlich damit an mich dazu zu zwingen nach Wohnungen in Weimar zu suchen. Eher schlecht als recht, wenn ich zu mir selbst ehrlich bin. Wie der Zufall jedoch wollte bekam ich jedoch zwei Rückmeldungen für Besichtigungstermine. Der erste für eine Wohnung am Markt, welche jedoch leider recht dunkel und klein war, und die andere für eine Wohnung in der Thomas-Münzer Str.. 
Zum Glück wurde ich jedoch von einer ausgebildeten Architektin begleitet, welche mich fachmänisch beriet :D.
So kam es dazu, dass ich zu einer StudentenWG kam.

Und ja das Fahrrad gehört da hin! ^^